Werkstatt Klartext · Ratgeber

Wärmepumpe verbraucht zu viel Strom? Die 4 häufigsten Ursachen

Viele Besitzer erschrecken nach dem ersten Winter. Meist liegt es nicht am Gerät, sondern an ein paar Einstellungen, die ab Werk großzügig gesetzt sind. Mit einer einzigen Zahl siehst du, wie gut deine Anlage wirklich arbeitet.

Erst messen: die Arbeitszahl

Die Arbeitszahl zeigt, wie viel Wärme die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom macht. Du rechnest erzeugte Wärme geteilt durch verbrauchten Strom, beides steht meist in der Statistik des Geräts.

Im Feldtest des Fraunhofer ISE in älteren Häusern lag die Jahresarbeitszahl von Luft-Wasser-Wärmepumpen im Mittel bei 3,4, die Spanne reichte von 2,6 bis 4,9. Liegt dein Wert im Winter unter 2,5, lohnt sich ein genauer Blick.

Die 4 häufigsten Ursachen

  1. Heizkurve zu hoch. Jedes Grad Vorlauf zu viel kostet Effizienz. Die Kurve in kleinen Schritten senken.
  2. Heizstab läuft heimlich mit. Er macht aus 1 kWh Strom nur 1 kWh Wärme. Im Feldtest lag sein Anteil im Mittel bei 1,3 Prozent. Liegt deiner deutlich über 3 Prozent, steht der Bivalenzpunkt oft zu hoch.
  3. Warmwasser zu heiß. 55 Grad reichen im Alltag. Jedes Grad mehr senkt die Effizienz beim Warmwasser spürbar.
  4. Takten. Viele kurze Starts statt langer Läufe. Laufzeit pro Start ausrechnen, unter 30 Minuten ist zu kurz.
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Häufige Fragen

Ist eine Arbeitszahl von 3 schlecht?

Nein. Im Altbau mit Heizkörpern ist ein Wert zwischen 2,5 und 3,5 normal. Darüber ist sehr gut.

Darf ich den Heizstab ganz abschalten?

Besser nicht. Er wird an sehr kalten Tagen und bei Störungen als Reserve gebraucht. Begrenzen ist der bessere Weg.

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